Technik der Astrofotografie
Astrofotografie beginnt dort wo die meisten Leute aufhören zu fotografieren,
dann wenn es dunkel wird. Wir müssen allerdings auf liebgewonnene
Hilfen, wie Autofokus, Belichtungsautomatik und eine große Auswahl
an Filmen verzichten. Auch die Belichtungszeiten sind anders. Sie reichen,
mit Ausnahme der Sonne, von ein paar Sekunden bei Mond und Planeten bis
zu 2 Stunden bei schwachen Nebeln unter dunklem Himmel. Der Schärfepunkt
(Fokus) muss durch Testaufnahmen ermittelt werden, die Belichtungszeiten
müssen ausprobiert und geeignete Filme durch Tests ermittelt werden.
Die Anforderungen an die Qualität der Objektive ist hoch. Die Ausdauer
und Geduld des Fotografen wird oft auf eine harte Probe gestellt.
Auf der anderen Seite ist es heute mit den modernen Farbfilmen und
der Bearbeitung der Bilder im Computer möglich
auch schon mit geringen Aufwand ansprechende Fotos zu machen.
In der WFS-Bibliothek gibt es ein paar gute Bücher über Astrofotografie
und auch in den astronomischen Zeitschriften finden sich viele Bilder und
nützliche Tipps. Natürlich kann man sich auch auf den AG-Treffen
informieren lassen. Spezielle Fragen können auch per Email beantwortet
werden.
Themenübersicht
Kamera Fotoobjektive
Montierung Teleskope
Filme Standort
Aufnahmetechnik
Instrumentelle Ausstattung
Kamera
Die Kamera hat hier eigentlich nur die Funktion den Film aufzubewahren.
Weil die Belichtungszeiten meisten länger als ein paar Sekunden sind,
wird eine einfache vollmechanische Kamera verwendet. Der Langzeitverschluß
(Stellung "B") muss unbedingt ohne Batterie gehen. Als Kamera-Anschluß
sollte man "M42" wählen. Es gibt auch genügend Adapter von anderen
Anschlüssen auf M42. Diese Kameras sind heute nur noch gebraucht in
Fotoläden, Fotobörsen oder Flohmärkten zu bekommen. Im Auslöseknopf
muss ein Gewinde vorhanden sein, um einen Drahtauslöser mit Feststellknopf
befestigen zu können.
Ein weiteres Problem ist das Scharfstellen. Das Scharfstellen einen
Sterns oder Planeten durch die meist grobkörnige Mattscheibe ist sehr
schwierig. Sie durch eine Klarglascheibe zu ersetzen macht wenig Sinn,
da man dann keine definierte Schärfeebene mehr hat.
Bei Normal- und Weitwinkelobjektiven kann man getrost auf unendlich
stellen. Beim Fotografieren durch ein Teleobjektiv oder gar Fernrohr werden
entweder Probeaufnahmen gemacht, oder eine geeignete Fokussiermethode,
wie sie in der Literatur beschrieben wird, angewendet.
Fotoobjektive
Als Fotoobjektive sind Festbrennweiten vorzuziehen.
Sie haben eine höhere Lichstärke und bessere Schärfe als
Zoomobjektive.
Lichtstarke Normal- und Weitwinkelobjektive sollten
in der Regel auf 2,8 abgeblendet werden. Bei Teleobjektiven muß schon
auf Blende 4 oder 5,6 abgeblendet werden. Auch diese Objektive gibt
es meistens auf dem Gebrauchtwarenmarkt. Welches Objektiv gut abbildet
läßt sich wieder an Hand der Fotos in den astronomischen Zeitschriften
oder den AG's der WFS in Erfahrung bringen.
Fotoobjektive sind für viele Astrofotografen
"nur" der Einstieg. Früher oder später beginnt man mit der Fotografie
durch das Fernrohr. Die Erfahrung zeigt, das Detailreichtum und Reichweite
nur mit längeren Brennweiten ab ca.500mm zu erreichen sind. Bei Brennweiten
über 1500 mm muß man schon sehr viel genauer nachführen,
außerdem macht sich die Luftunruhe (Seeing) bereits als störend
bemerkbar und leichter Wind kann das Teleskop erschüttern und so das
Fotografieren unmöglich machen.
Montierung
Während man Konstellation von Mond und Planeten
noch mit ein paar Sekunden durch ein Normalobjetiv ablichten kann, muß
man bei längeren Brennweiten und Belichtungszeiten die Erdrotation
ausgleichen. Dafür braucht man eine parallaktische Montierung. Die
Erdrehung wird durch steuerbare Schrittmotoren ausgeglichen. Die Montierung
muß exakt auf den Himmelspol, nicht den Polarstern (!), ausgerichtet
werden. Eigentlich braucht man nur einen Motor für die Drehung um
die Stundenachse, die zum Himmelspol zeigt. Da die Ausrichtung nicht perfekt
ist, sind auch kleine Korrekturen in Deklination nötig. Sie sind mit
dem Motor besser durchzuführen. Freud und Leid hängt ganz wesentlich
von der Stabilität und Qualität der Montierung und der Nachführung
ab. Während man visuell mit der wackligen, unterdimensionierten Montierung
noch beobachten kann ist fotografieren nahezu unmöglich. Auch hier
lohnt es sich wieder die Leute der Foto-AG zu fragen.
Teleskope
Lichtstärke ist das Zauberwort in der Astrofotografie.
Hat ein Objektiv bzw. Fernrohr eine Lichstärke von f/11 (wie Blende
11) ein anderes von f/5.6 müßte man bei Landschaftsfotos im
ersten Fall 1/60 sec. im zweiten Fall nur 1/250 sec belichten. In
der Astrofotografie ist es schon ein Unterschied ob man bei f/11 1 Stunde
oder bei f/5,6 15 Minuten belichten muß.
Die verbreitesten Teleskope sind der Newton,
der Refraktor und das Schmidt-Cassegrain Teleskop.
Newton Teleskope sind wegen ihrer Farbreinheit
und Lichtstärke von f/4-f/6 im Vorteil. Refraktoren sind nicht so
lichtstark (f/6-f/15), dafür haben sie ein größeres fotografisch
brauchbares Feld. Schmidt-Cassegrain-Teleskope (f/6-f/10) sind wegen ihrer
kompakten Bauweise und guter Transportabilität geschätzt.
Nachführung
Während der Belichtung der Aufnahme kann man
die Nachführung nicht ohne Kontrolle laufen lassen. Durch mechanische
Fehler in den Getrieben muß der Astrofotograf in bestimmten Zeitabständen
manuelle Korrekturen vornehmen (ähnlich leichter Lenkradbewegungen
beim Autofahren). Dies erfolgt im Abstand von einigen Minuten. Die Nachführkontrolle
erfolgt über das Fernrohr wenn die Kamera mit Objektiv huckepack am
Teleskop befestigt ist. Beim Fotografieren durch das Teleskop erfolgt die
Kontrolle entweder über ein parallel angebrachten Leitrohr oder
über einen Off-Axis-Guider, der direkt vor der Kamera sitzt und ein
Teilbereich, der nicht zum fotografieren benutzt wird, ausblendet.
Um die Bewegung des Sterns zu verfolgen nimmt
man ein hochvergrößerndes Okular ca. 100-200x, in der sich ein
schwach beleuchtetes Fadenkreuz befindet. Wie genau man nachführen
muß hängt von der Auflösung des Films, ca. 0,03 mm, und
der Brennweite des Fotoobjektivs ab.
Nachführgenaugigkeit bei Verwendung eines 400 ASA Films:
Nachführgenauigkeit ["] = 6000 / f [mm]
Bei einem 135mm Tele sind das etwa 44 " (Winkelsekunden),
das ist etwa der Winkeldurchmesser von Jupiter. Bei 2 m Brennweite sind
es nur noch 3" ! Die Nachführkontrolle läßt sich
auch mit dem Autoguider automatisieren.
Filme
Für die Aufnahme von Mond und Planeten braucht
man einen möglichst feinkörnigen und kontrastreichen Film. Ein
100 ASA Diafilm ist eine gute Wahl. Zum Aufnehmen von Deep Sky Objekten
braucht man einen Film mit genügender Empfindlichkeit und nicht zu
großer Körnigkeit. Ein 400 ASA Film ist ein guter Kompromiss.
Der Film muß ausreichend im Blauen, für die Reflexionsnebel
und besonders im Roten, für die Wasserstoff-Nebel empfindlich sein.
Letzteres trifft leider nicht auf alle Filme zu. Außerdem kommen
fast jedes Jahr neue (Farb-) Filme heraus. Der Nachfolger eines bewährten
Film kann zum Beispiel die Wasserstoff-Nebel nicht mehr registrieren. In
der Tagesfotografie würde dies überhaupt nicht auffallen. Filme
müssen also getestet werden. Welche Film geeignet ist, entnimmt
man den astronomischen Zeitschriften, dem Internet und nicht zuletzt wissen
dies die Leute in der Foto-AG.
Für die ersten Bilder sollte man einen 400-800
ASA Diafilm nehmen. Dias lassen sich besser beurteilen und man kann eher
Papierabzüge machen als von Negativfilmen. Bei Abgabe zum Entwickeln
des Films unbedingt den Hinweis, "den Film nicht schneiden" angeben! Grundsätzlich
sollte man seine Filme dort kaufen und entwickeln lassen, wo auch erdgebundene
Profifotografen ihre Filme abgeben und nicht im Massenlabor. Filme selber
entwickeln ist heutzutage auch sehr einfach und wird gelegentlich in der
Foto-AG gezeigt.
Besser als Diafilme sind Farbnegativfilme mit
ca. 400 ASA. Allerdings sind Papierabzüge meistens viel zu hell und
kontrastarm. Hier kommt uns die Digitaltechnik und PC zugute. Der Film
wird mit einem Filmscanner gescannt oder man läßt sich eine
Photo-CD machen. Im Computer kann der Himmelshintergrund abgezogen werden
und der Kontrast erhöht werden, ohne das die Bilder einen Farbstich
bekommen. Mit einem handelsüblichen Tintenstahldrucker (Typ Photo)
auf Spezialpapier sind die Ausdrucke von einem Papierabzug aus dem Labor
kaum noch zu unterscheiden.
Um die Filme noch empfindlicher zu machen, können die Filme noch
mit einen Gasgemisch aus Stickstoff und Wasserstoff behandelt werden. Dieses
Verfahren nennt man Hypersensibilisierung oder kurz hypern genannt.
Aber bereits unbehandelte Filme bringen schon beachtliche Ergebnisse.
Der Standort
Beim betrachten der Web-Seiten fällt auf das
viele Aufnahmen nicht in Stadt sondern auf abgelegenen Orten in den Bergen
aufgenommen wurden. Lassen sich Sonne-, Mond- und Planetenaufnahmen noch
gut unter dem hellen Stadthimmel machen, sind Aufnahmen von schwachen Nebeln
nur unter dunklem Himmel zu gewinnen. Neben eine lichstarken Optik, einem
empfindlichen Film, ist ein dunkler, mondloser Himmel das A und O in der
Astrofotografie. Leider fehlen an solch dunklen Plätzen oft die nötige
Infrastruktur wie Straßen und Hotels. Meist sind in den Urlaubsorten
die Hotels stark beleuchtet. Eine Ausnahme bietet der Alpengasthof
Sattlegger auf der Emberger Alm, nahe Greifenburg in Kärnten,
Österreich. in 1800m Höhe unter sehr dunklem Himmel kann man
seinem Hobby nachgehen, ohne auf die Annehmlichkeiten eines Hotels zuverzichten.
Der erste Schritt - Die Stativaufnahme
Die ersten Schritte werden noch mit feststehender Kamera gemacht. Eine
Kamera wird mit Normal- oder Weitwinkelobjektiv auf einem Stativ befestigt.
Als Filme nehme man einen 400-800 ASA Diafilm. Das Objektiv wird auf "unendlich"
gestellt.
Die maximale Belichtungszeit damit die Sterne noch punktförmig
sind ist beträgt:
tmax = 400 / (Brennweite[mm] * cos( Deklination [°]) )
Für ein 50 mm Objektiv sind das für Planeten- und Mond-Konstellationen
in der Ekliptik ca. 8 Sekunden und beim Sternbild Cassiopeia (Deklination
60°) sind es bereits 16 Sekunden. Damit lassen sich auch Sternbildformationen
oder sehr helle Kometen, z.B. Hale-Bopp, fotografieren. Belichtet man noch
länger werden die Sterne strichförmig.
Die Größe so fotografierten Mondes in mm auf dem Film beträgt:
Monddurchmesser[mm] = Brennweite[mm] / 110.
Der zweite Schritt
- Die nachgeführte Aufnahme
Die nachgeführte Aufnahme ist schon mit mehr Aufwand verbunden. Zuerst
muß die Montierung exakt auf den Himmelspol ausgerichtet werden.
Dann wird die Kamera mit Objektiv parallel zum Teleskop bzw. an der Montierung
befestigt.
Anhand eines hellen Sterns wird geprüft ob der Stern sowohl im
Teleskop als auch im Sucher der Kamera in der Mitte ist.
Teleskop und Kamera sind jetzt parallel.
Dann wir die zu fotografierende Himmelsregion eingestellt. Anschließend
wir ein mäßig heller Stern zu Nachführkontrolle eingestellt.
Jetzt kommt das hochvergrößernde Fadenkreuz-Okular ins Spiel.
Das Fadenkreuz-Okular wird solange in der Fassung gedreht, bis der eine
Faden der Rektazensions- bzw. der andere der Deklinationsrichtung entspricht.
Wenn der Stern genau in die Mitte des Fadenkreuzes gestellt wird, kann
man sehen ob der Stern in Rektazension oder Deklination abweicht. Bevor
man mit der Belichtung beginnt läßt man die Nachführung
ein paar Minuten laufen und probiert aus, welche Taste an der Handsteuerung
man drücken muß und wie lange, wenn Korrekturen nötig sind.
Vor dem Start noch einen Quickcheck durchführen: Die richtige
Blende, der Fokus ok, Belichtungszeit auf "B", Deckel ab? etc.
Die maximale Belichtungszeit hängt ab von der Dunkelheit des Himmels,
der Lichtstärke und der Filmempfindlichkeit.
Beginnend mit dem Normalobjektiv sollte man schrittweise mit längeren
Brennweiten fotografieren, denn damit wachsen auch die Anforderungen an
die Nachführung und das Geschick des Astrofotografen.
Belichtungstipp
Als Richtwerte für die maximalen Belichtungszeiten eines Normalobjektiv
mit Blende 2,8 und eines Teleskops mit f/10 (400 ASA Film):
| Berliner Himmel |
Berliner Umland |
| Blende 2,8 30-40 Sekunden |
Blende 2,8 10 Minuten |
| Blende 10 5-6 Minuten |
Blende 10 >1 Stunde |
Aufnahmen durch das Teleskop
Deep Sky
Das Teleskop wird als riesen Teleobjektiv verwendet. Die Brennweiten
liegen bei den kleinen bis mittleren Teleskopen zwischen 800 mm und 2 m
Brennweite. Die Nachführgenauigkeit liegt schon deutlich höher
als bei Kameraobjektiven. Hier zeigt sich ob die Montierung ausreichend
stabil, bzw. richtig dimensioniert ist. Die Luftunruhe, auch Seeing genannt
kann die Sterne so aufblähen, daß die Sterne auf dem Foto unscharf
sind und die Nachführkontrolle unmöglich wird. Auch eine leichter
Wind kann das Teleskop zum "Tanzen bringen" und der Leitstern größere
Bewegungen macht, als die geforderte Nachführgenauigkeit. Einen genügend
hellen Leitstern zu finden, kann ebenfalls zum Problem werden. Die Belichtungszeiten
betragen bis zu 2 Stunden. Die Vorbereitungszeit für eine Aufnahme,
Objekt einstellen, Fokus, Leitstern finden, Fadenkreuz ausrichten, wird
nicht unter einer halben Stunde liegen. Der Astrofotograf ist also bei
zunehmender Brennweite mehr und mehr gefordert.
Mond - und Planetenfotografie
Um es gleich vorweg zu nehmen, Planeten sind am aller schwersten zu
fotografieren !
Der Mond
Am besten beginnt man mit dem Mond. Selbst bei 1 m Brennweite hat er
nur einen Durchmesser von 9 mm auf dem Film. Mit einem Telekonverter oder
einer Barlowlinse läßt sich die Brennweite nochmal verdoppeln.
Die Belichtungszeit für den Mond unter Verwendung eines 100 ASA
Films:
f/10 1/30 Sekunde bzw. mit 2x Telekonverter 1/8 Sekunde.
Dies sind nur Anhaltswerte. Es sollten immer Belichtungsreihen gemacht
werden. Der Belichtungsmesser in der Kamera wird wohl in den meisten Fällen
falsche Werte anzeigen.
Das nächste Problem sind die Erschütterungen bei Auslösen
des Kameraverschlusses. Wenn man nicht eine sehr stabile Montierung hat
oder eine Kamera, die sehr leise auslöst, wird die Aufnahme wohl verwackeln.
In diesem Falle entweder einen höher empfindlichen Film nehmen und
kürzer belichten oder die Kamera nicht am Teleskop befestigen, sondern
auf ein extra Stativ. So können sich die Erschütterungen nicht
auf das Teleskop übertragen.
Die Planeten
Die Planeten haben sehr kleine Winkeldurchmesser. Selbst Jupiter mit
bis zu 50" würde bei 2 m Brennweite auf dem Film nur einen Durchmesser
von 0,5 mm. Dies entspricht dem Mondurchmesser beim 50 mm Normalobjektiv.
Aber wie bekommt man eine Brennweite von 10 m und mehr ?
Die Antwort ist Okularprojektion. Mit
den so erhalten Brennweiten lassen sich die Planeten groß genug abbilden.
Die Belichtungszeiten liegen im Sekundenbereich bei Blendenwerten bis zu
100. Damit die Aufnahmen im Sekundenbereich nicht verwackeln, wird
die Hutmethode verwendet.
Das Scharfstellen ist bei diesen Blendenwerten durch das sehr dunkle
Bild sehr schwer. Es müssen nicht nur Belichtungsreihen gemacht werden,
sondern auch Serien mit verschiedenen Scharfeinstellungen. Wer sich eine
"Planetenkamera" zulegen will sollte darauf achten, daß die
Mattscheibe austauschbar ist, und durch sehr feine, fast durchsichtige
Mattscheiben ersetzt werden kann. In der Literatur gibt es viele Hinweise
wie das Scharfstellen durchgeführt werden kann.
Neben denn 100 ASA Diafilmen kann, wer seine Filme selbst entwickelt,
auch der Schwarz/Weiss-Film Kodak Technical Pan verwendet werden. Dieser
ist sehr kontrastreich, sehr feinkörnig wie man es bei Planeten braucht.
Ihn gibt es nur in Profi-Fotogeschäften.
Normale S/W-Filme sind für Planeten zu kontrastarm.
Okularprojektion
Bei der Okularprojektion wird ein Okular in den Okularauszug gesteckt,
darauf folgt eine Abstandshülse und schließlich die Kamera.
Beim Betrachten durch den Sucher der Kamera sieht der Planet oder Mond
jetzt so aus, als wenn mit einer riesigen Brennweite fotografiert
wird. Der vergrößernde Effekt ist um stärker je kürzer
die Brennweite des Okulars ist und je länger die Abstandshülse
ist. Das sich daraus ergegebene Verhältnis von Objektivdurchmesser
und Brennweite sollte das von 1:100 nicht übersteigen.
Ein handelsüblicher Projektionsansatz für Teleskope mit 1
1/4 Zoll Okularauszug.
Hutmethode
Sie eignet sich bei Belichtungszeiten von über 1 Sekunde. Nach
dem das Objekt eingestellt und fokussiert wurde, der Drahtauslöser
bereit ist, wird das Objektiv mit einem leicht zulösenden Deckel abgedeckt.
Dann wird mittels Drahtauslöser ausgelöst und die Feststellschraube
arretiert. Zur Belichtung zieht man den Deckel ab und hält in noch
in der Hand, aber so das noch kein Licht ins Objektiv gelangt. Nach
ein paar Sekunden hat sich das Teleskop ausgeschwungen und jetzt wird der
Deckel abgezogen und belichtet. Hat man keinen Sekundengeber zu Hand, zählt
man 21, 22, 23, 24 für 4 Sekunden. Dann kommt der Deckel wieder drauf.
Jetzt wird an der Kamera der Drahtauslöser entklemmt und der Film
weiter transportiert.
Bildverarbeitung
Astrofotografie
WFS Homepage
Überarbeitung: M.
Kiehl, März 2001