Mit viel ehrenamtlichem Engagement und wissenschaftlichem Knowhow betreibt der Verein „Wilhelm-Foerster-Sternwarte e.V.“ Deutschlands größte Volkssternwarte und das Großplanetarium am Insulaner. Beide Gebäude stehen heute unter Denkmalschutz. Der Verein hat knapp 1300 Mitglieder und kann auf eine lange Tradition zurückblicken.

Schon 1947 gründeten die beiden „Straßenastronomen“ Hans Rechlin und Hans Mühle das Wilhelm-Foerster-Institut, das 1953 in den vom Land Berlin geförderten gemeinnützigen Trägerverein „Wilhelm-Foerster-Sternwarte e.V.“ überging.

Astronomie macht Schule

Bereits damals war das erklärte Ziel des Vereins, dass jeder (ehemals West-)Berliner Schüler mindestens einmal während seiner Schulzeit die Wilhelm-Foerster-Sternwarte besuchen sollte. Und das gilt uneingeschränkt bis heute, denn als Partner des Berliner Senats ist dem Verein der Bildungsauftrag noch immer zentrales Anliegen. Das abwechslungsreiche unterrichtsbegleitende Programm macht Schülerinnen und Schülern Astronomie erlebbar – egal, ob es um Astrophysik oder Zwergplaneten geht.

Ein offenes Haus für alle Sternfreunde

Die Wilhelm-Foerster-Sternwarte und das Planetarium am Insulaner präsentieren sich auch den erwachsenen Hobby-Astronomen vielseitig. Die Palette reicht von Astronomie-Kursen und Vorträgen namhafter Wissenschaftler über eine umfangreiche Bibliothek mit über 25.000 Büchern bis hin zu astronomischen Arbeitsgemeinschaften. Das Angebot ist für Mitglieder in der Regel kostenlos. Und nicht zuletzt die einzigartigen Beobachtungsmöglichkeiten an den Teleskopen lohnen eine Mitgliedschaft.

Blick in die Sterne

Zur Tradition des Vereins „Wilhelm-Foerster-Sternwarte e.V.“ gehört auch der Blick nach vorne - das bewiesen nicht nur die „Straßenastronomen“. Denn neben klassischer Himmelsbeobachtung wird seit jeher viel Wert auf zeitgemäße Astronomie mit moderner Technik gelegt. Aktuell möchte der Verein ein ferngesteuertes Teleskop in einer eigenen Kuppel installieren, um endlich auch behinderten Amateurastronomen zu ermöglichen, das Universum selbständig zu erkunden.