Haus- UND Betriebsordnung

für Einrichtungen des Vereins Wilhelm-Foerster-Sternwarte e.V., Berlin-Schöneberg vom 28. 9. 1992

A. HAUSRECHT

Das Hausrecht übt aus: ein Mitglied des Vorstandes gemäß § 7 der Satzung, in dessen Abwesenheit der Wissenschaftliche Leiter oder der Technische Leiter in Vertretung des Vorstandes, oder in deren Abwesenheit der diensthabende Führungshabende in Vertretung des Vorstandes.

B. NUTZUNGSBERECHTIGUNG FÜR MITGLIEDER

Allgemeines

Jedes Mitglied hat gemäß der Satzung in der derzeitig gültigen Fassung die Möglichkeit, kostenlos (Ausnahme siehe § 4,1 der Satzung) an öffentlichen Veranstaltungen teilzunehmen. Aus der bloßen Mitgliedschaft kann keinesfalls die Berechtigung zur eigenmächtigen Benutzung der Einrichtungen des Vereins abgeleitet werden; auch kann daraus nicht die Verpflichtung des Vereins und seiner Organe abgeleitet werden, Mitgliedern auf Verlangen bestimmte Nutzungs- oder Zugangsrechte zu gewähren.

Die Einrichtungen des Vereins dienen ausschließlich den Aufgaben des Vereins (siehe § 1 der Satzung); eine private Nutzung ist ausgeschlossen. Erhält ein Mitglied die Verfügungsgewalt und Nutzungsberechtigung für ein Gerät oder Instrument übertragen, ist er/sie dafür verantwortlich, daß es von keinem Unbefugten bedient wird und daß es ordnungsgemäß gepflegt und bei Nichtgebrauch weggeräumt wird. Jeder Schaden erfordert sofortigen Eintrag in die Beobachtungs-oder Führungsbücher. Ein gravierender Schaden ist unverzüglich einer das Hausrecht (Abs. A) ausübenden Person zu melden. Eigene Eingriffe in die Geräte haben zu unterbleiben, und von Behelfsreparaturen ist abzusehen.

1. Allgemeine Zugangsberechtigung

1.1 Planetarium

Der Aufenthalt in den öffentlich zugänglichen Räumlichkeiten des Planetariums (das sind in der Regel die Eingangshalle und Ausstellungsflächen) ist Mitgliedern zu den Bürozeiten und bei öffentlichen Veranstaltungen gestattet. Der Zugang zur Bibliothek wird durch die Bibliotheksordnung geregelt.

1.2 Sternwarte

Der Aufenthalt auf der Sternwarte ist Mitgliedern bei öffentlichen Veranstaltungen gestattet. Mitgliedern, die das Grundpraktikum erfolgreich absolviert haben, kann nach einer Einweisung in die kleinen Instrumente, die auf der Plattform der Sternwarte aufgestellt werden können, vom jeweiligen Abendführer auf der Sternwarte die Erlaubnis zur selbständigen Benutzung dieser Instrumente erteilt werden. Die Beobachtungszeit endet mit dem Ende der jeweiligen Führung. Sie kann verlängert werden, sofern ein Beobachter mit erweiterter Zugangsberechtigung (Abs. 3) auf der Sternwarte bleibt und freiwillig die Aufsicht übernimmt. Es wird von diesen Mitgliedern erwartet, daß sie den Abendführer bei Besucherandrang durch organisatorische Hilfe unterstützen und unter Umständen eigene Beobachtungen zurückstellen, um Besuchern auf der Plattform mit Hilfe der kleinen Instrumente Himmelsbeobachtungen zu ermöglichen.

2. Erweiterte Zugangsberechtigungen

Jede Zugangsberechtigung, die über die Regelungen von Punkt 1 hinausgeht, wird nur auf Antrag gewährt und bedarf der Genehmigung durch den Vorstand. Dabei gelten in der Regel die in den folgenden Punkten aufgeführten Voraussetzungen.

2.1 Allgemeines

Mitgliedern, die das Praktikum für Fortgeschrittene erfolgreich absolviert haben, kann auf Antrag eine Einweisung in die Instrumente und Arbeitsmöglichkeiten der Sternwarte gegeben werden. Nach Ablegen einer Prüfung dürfen diese Mitglieder dann selbsttätig mit den ihnen anvertrauten Instrumenten und Arbeitsmöglichkeiten umgehen. Sie übernehmen die volle Verantwortung für diese Geräte und dokumentieren ihre Anwesenheitszeiten in den vorgesehen Anwesenheitsbüchern, die in sauberer und übersichtlicher Form geführt werden müssen. Störungen und Unregelmäßigkeiten sind in den Büchern zu vermerken.

2.2 Zugangserlaubnis zum 6"-Refraktor

Die Zugangserlaubnis zum 6"-Refraktor erhält ein Mitglied durch Einweisung und Prüfung. Zwischen Einweisung und Prüfung muß das Mitglied durch Assistenz bei einem erfahrenen Mitglied die Fertigkeiten erlernen, den Refraktor zu bedienen. Hierfür werden erfahrungsgemäß ca. 20 Übungen als Assistent benötigt.

2.3 Zugangserlaubnis zur Dunkelkammer

Die Zugangserlaubnis zur Dunkelkammer im Keller der Spiegelkuppel der Sternwarte erhält ein Mitglied durch Einweisung. Das Mitglied hat die Benutzungsordnung der Dunkelkammer einzuhalten und sich in das Anwesenheitsbuch der Dunkelkammer einzutragen.

2.4 Zugangserlaubnis zur Rechenanlage/Bildverarbeitung

Die Zugangserlaubnis zu Terminals und Monitoren der Rechenanlage im Keller der Spiegelkuppel der Sternwarte erhält ein Mitglied durch Einweisung. Vom Systemverwalter wird dem Mitglied ein auf sechs Monate befristeter Arbeitsbereich in der Rechenanlage eingerichtet. Das Mitglied muß die Nutzungsordnung der Rechenanlage durch Unterschrift anerkennen. Nach Ablauf der 6 Monate kann der befristete Arbeitsbereich auf Antrag verlängert werden. Einen auf 12 Monate befristeten Arbeitsbereich mit erweitertem Datenspeicherbereich erhalten in der Regel Mitglieder, die an Erweiterungen der Hard- und Software der Rechenanlage mitarbeiten. Die Rechen-/Bildverarbeitungsanlage kann außerdem von den berechtigten Mitgliedern vom Gruppenarbeitsraum im Planetarium bedient werden. Wird die Anlage bei öffentlichen Veranstaltungen benutzt, sind eigene Arbeiten an der Anlage einzustellen. Bei Beeinträchtigung öffentlicher Veranstaltungen sind die Systemverwalter berechtigt, störende Prozesse zu stoppen.

2.5 Zugangserlaubnis zum 12"-Refraktor

Zugang zum 12"-Refraktor wird im allgemeinen nur Mitgliedern gewährt, die ein Beobachtungsprogramm vorlegen. Das Mitglied muß durch Arbeiten am 6"-Refraktor, an der Rechenanlage, in der Dunkelkammer oder durch besondere Mitarbeit in der Vereinsarbeit sowie Berichterstattung in der astronomischen Arbeitsgemeinschaft ausreichende Kenntnisse und Fähigkeiten unter Beweis gestellt haben. Die Zugangserlaubnis erhält das Mitglied nach Vorstandsbeschluß durch Einweisung und Prüfung. Zwischen Einweisung und Prüfung muß das Mitglied durch Assistenz bei einem erfahrenen Mitglied die Fertigkeiten erlernen, den Refraktor sicher zu bedienen. Hierfür werden erfahrungsgemäß ca. 20 Übungen als Assistent benötigt. Beobachtungstätigkeiten am 12"-Refraktor dürfen keinesfalls die öffentlichen Veranstaltungen stören. Es wird von den Zugangsberechtigten erwartet, daß sie bei öffentlichen Veranstaltungen die Arbeit der Führungshabenden unterstützen.

2.6 Zugangserlaubnis zum 75cm-RC-Teleskop

Zugang zum 75cm-RC-Teleskop wird im allgemeinen nur Mitgliedern gewährt, die ein Beobachtungsprogramm vorlegen. Das Mitglied muß durch Arbeiten am 12"-Refraktor und durch besondere Mitarbeit in der Vereinsarbeit sowie Berichterstattung in der astronomischen Arbeitsgemeinschaft solide Kenntnisse und Fähigkeiten unter Beweis gestellt haben. Die Zugangserlaubnis erhält das Mitglied nach Vorstandsbeschluß durch Einweisung und Prüfung. Zwischen Einweisung und Prüfung muß das Mitglied durch Assistenz bei einem erfahrenen Mitglied die Fertigkeiten erlernen, das Teleskop sicher zu bedienen. Die Anzahl der Assistenzbeobachtungen richtet sich nach den individuellen Vorkenntnissen, jedoch sind in der Regel 10 Übungen an verschiedenen Tagen als Assistent einzuhalten. Beobachtungstätigkeiten am 75cm-RC-Teleskop dürfen keinesfalls die öffentlichen Veranstaltungen stören. Es wird von den Zugangsberechtigten erwartet, daß sie bei öffentlichen Veranstaltungen die Arbeit der Führungshabenden unterstützen.

3. Erweiterte Zugangserlaubnis mit Schlüsselausgabe

3.1 Schlüsselausleihe für eine Nacht

An Mitglieder, die eine erweiterte Zugangserlaubnis nach Absatz 2 haben, können für eine Nacht befristet durch Führungshabende Schlüssel ausgeliehen werden, die die Fortführung der Beobachtungen auch nach Schluß der Führung ermöglichen und das ordnungsgemäße Verschließen der Sternwarte sicherstellen. Diese Schlüssel sind am Ende der Beobachtung am dafür vorgesehenen Ort zu deponieren. Eine Weitergabe dieser entliehenen Schlüssel an Dritte (einschließlich andere Zugangsberechtigte) ist ausgeschlossen.

3.2 Schlüsselausleihe für 6 Monate

An Mitglieder, die eine erweiterte Zugangserlaubnis nach Absatz 2 haben, kann durch Ausleihe eines Schlüssels für 6 Monate freizügig Zugang zu den Räumlichkeiten der Sternwarte gewährt werden, die unter ihre Zugangserlaubnis fallen. Bedingungen hierfür sind:

  • Vorlage eines Arbeitsprogramms,
  • positive Beurteilung des Programms durch den Wissenschaftlichen oder Technischen Leiter,
  • positiver Beschluß des Vorstandes.

Es wird erwartet, daß das Mitglied von seinen Arbeitsmöglichkeiten Gebrauch macht und den Wissenschaftlichen Leiter über den Fortgang seiner Tätigkeit unterrichtet. Die Verlängerung der Schlüsselausleihe für weitere 6 Monate muß neu beantragt werden.

Arbeitsgruppen

3.3 Räumliche Begrenzung

Leiter von Arbeitsgruppen und deren Vertreter können auf Antrag für ein Jahr Schüssel für den Zugang zu Räumen erhalten, die für die jeweiligen Arbeitsgruppen geeignet und erforderlich sind. Diese Räume sind:

  • der Hörsaal der Sternwarte,
  • der Gruppenarbeitsraum im Planetarium,
  • der Seminarraum im Planetarium,
  • die Bibliothek.

Bedingungen hierfür sind:

  • Vorlage eines Arbeitsgruppenprogramms,
  • positive Beurteilung des Programms durch den Wissenschaftlichen oder Technischen Leiter,
  • positiver Beschluß des Vorstandes.

Zu welchen Räumlichkeiten Zugang gewährt wird, wird durch Beschluß des Vorstandes entschieden. Wird von einer Arbeitsgruppe auch Zugang zu den Instrumenten der Sternwarte beantragt, so können der Leiter der Arbeitsgruppe oder sein Vertreter auch Schlüssel für einen freizügigen Zugang zu den entsprechenden Räumen der Sternwarte erhalten, sofern sie die entsprechenden Bedingungen der Punkte 2.2 bis 2.6 erfüllen. Die erweiterten Zugangsberechtigungen gelten nur für die Leiter der Arbeitsgruppen und deren Vertreter und sind nicht auf die Gruppenmitglieder übertragbar. Die Verlängerung der Zugangsberechtigungen für Arbeitsgruppenleiter müssen nach Ablauf eines Jahres neu beantragt werden.

3.4 Mitnahme von weiteren Personen

Entleiher eines Beobachtungsschlüssels nach Punkt 3.1 sind nicht berechtigt, irgendeine andere Person in die Sternwarte hineinzulassen. Das gleiche gilt für Mitglieder, die den freizügigen Zugang gemäß Punkt 3.2 und 3.3. nutzen; allerdings dürfen Mitglieder mit erweiterter Zugangsberechtigung gemäß Punkt 2.2 bis 2.6 oder Assistenzbeobachter hineingelassen werden. Jeder, der auf Grund einer Berechtigung Zugang zu den Einrichtungen des Vereins hat, ist während der Zeit seines Aufenthaltes verantwortlich für alle ihm zugänglichen Geräte und Räume der Sternwarte.

4. Benutzung besonderer Geräte und Einrichtungen

Benötigt ein Mitglied für seine im Arbeitsprogramm niedergelegten Beobachtungsvorhaben oder zur Erfüllung der Aufgaben des Vereins besondere Apparate, Zusatzgeräte oder technische Einrichtungen, können sie ihm nach Vereinbarung und besonderer Einweisung durch den Technischen oder Wissenschaftlichen Leiter herausgegeben werden oder kann ihm dazu der Zugang ermöglicht werden.

5. Mitarbeit bei den Aufgaben des Vereins

Von Mitgliedern, die den freizügigen Zugang zu Einrichtungen des Vereins gemäß Punkt 3.2 und 3.3 nutzen, wird eine bereitwillige Mitarbeit bei den Aufgaben des Vereins zum Nutzen des Vereins WFS e.V. erwartet.

6. Verwertung der Beobachtungsergebnisse

Die mit den Instrumenten der Sternwarte gewonnenen Beobachtungen sind in der "Astronomischen Arbeitsgemeinschaft" vorzustellen. Alle Beobachtungsergebnisse sind der Sternwarte zur Verfügung zu stellen. Wurden die Beobachtungen mit Materialien der WFS durchgeführt, bleiben sie Eigentum des Vereins; wurden die Beobachtungen mit eigenen Materialien an den Instrumenten der Sternwarte durchgeführt, hat der Verein Anspruch auf Duplikate oder Kopien, die er auf seine Kosten anfertigen lassen kann. Das Mitglied ist nicht berechtigt, seine Beobachtungsergebnisse zurückzuhalten.

C. TECHNISCHE EINWEISUNG UND ÜBERWACHUNG DES BETRIEBES

1. Berechtigung zur Einweisung

Zur Einweisung in den Gebrauch von Geräten, Instrumenten und Einrichtungen sind grundsätzlich nur berechtigt: der Technische Leiter, der Wissenschaftliche Leiter. In deren Abwesenheit können im Einzelfall auch Vorstandsmitglieder, die selber die entsprechende Qualifikation und Erfahrung mit den Instrumenten besitzen, Einweisungen vornehmen.

Weiterhin kann der Vorstand durch Beschluß erfahrene Mitglieder beauftragen, im Einzelfall Einweisungen vorzunehmen.

Aus der Tatsache, daß ein Mitglied in die Benutzung von Geräten, Instrumenten oder anderen Einrichtungen eingewiesen ist und sie regelmäßig nutzt, kann nicht dessen Berechtigung abgeleitet werden, andere Mitglieder in die Benutzung einzuweisen.

2. Überwachung des Betriebes

Die Überwachung des Betriebes von Planetarium und Sternwarte obliegt dem Technischen und Wissenschaftlichen Leiter. Diese sind daher berechtigt, bei Verstößen gegen diese Ordnung Sofortmaßnahmen zu ergreifen und Anordnungen zu treffen, die Gültigkeit haben, bis sie durch Vorstandsbeschluß aufgehoben oder ersetzt werden. Zu diesen Sofortmaßnahmen gehört auch die Außerkraftsetzung der unter B. 2 bis 4 erteilten Berechtigungen einschließlich des Einzugs ausgegebener Schlüssel und der Erlaß vorläufiger Benutzungsordnungen. Zu diesen Maßnahmen ist auch ein Vorstandsmitglied nach § 7 der Satzung in Ausübung des Hausrechtes berechtigt.

D. DURCHFÜHRUNG ÖFFENTLICHER VERANSTALTUNGEN ("Führungsbetrieb")

Öffentliche Veranstaltungen werden durch das Programm oder im Einzelfall durch Pressemeldungen bekanntgegeben. Ihnen gleichgestellt sind Sonderveranstaltungen, die nach Absprache mit dem Wissenschaftlichen Leiter und in Terminabstimmung über das Büro eingerichtet werden. Dafür gelten folgende Regelungen:

Führungsbetrieb

1. Die Volksbildungsarbeit des Vereins geht grundsätzlich jeder anderen Beobachtungs- oder sonstigen Tätigkeit vor (§ 2,1 der Satzung). Der Führungsbetrieb hat daher grundsätzlich Vorrang vor jeglicher anderen Nutzung aller Instrumente und Einrichtungen des Vereins. Tritt bei Führungen ein großer Besucherandrang auf, so muß die eigene Beobachtungstätigkeit oder sonstige Beschäftigung zurückgestellt werden, um den diensthabenden Führungshabenden bei seiner Arbeit zu unterstützen. Führungshabende

2. Zur Unterstützung des Wissenschaftlichen und Technischen Leiters beauftragt der Vorstand mit ihrem Einverständnis befähigte Mitglieder mit der Durchführung öffentlicher Veranstaltungen und Schulführungen in Planetarium und Sternwarte ("Führungshabende"). Die Führungshabenden erhalten einen persönlichen Schlüsselsatz für die Durchführung der ihnen anvertrauten Aufgaben. Sie beaufsichtigen die jeweils für ihre Veranstaltungen eingeteilten Helfer und leiten sie in der Ausübung der Helferaufgaben bei Bedarf an. Die Führungshabenden sind den Helfern gegenüber weisungsberechtigt und üben gemäß Absatz A. das Hausrecht aus. Helfer

3. Zur Unterstützung der Führungshabenden bei der Durchführung der öffentlichen Veranstaltungen beauftragt der Vorstand mit ihrem Einverständnis geeignete Mitglieder als Helfer zur Publikumsbetreuung, zum Kassendienst und zur Bedienung technischer Einrichtungen unter Aufsicht des Abendführers. Die Helfer erhalten vor ihrem Einsatz aufgabenbezogene Einweisungen und müssen die Nachweise über ihre Einweisungen stets bei sich führen. Sie haben die Weisungen der Führungshabenden zu befolgen.

Schlüssel für Helfer

4. Helfer, die regelmäßige Dienste übernehmen, können auf Antrag einen Eingangsschlüssel für Planetarium oder Sternwarte erhalten. Dienstbeginn für Führungshabende und Helfer

5. Führungshabende und Helfer haben im Planetarium mindestens eine Stunde vor Beginn der Veranstaltung anwesend zu sein, auf der Sternwarte eine viertel Stunde vor Beginn der Veranstaltung. Honorare

6. Der Verein ist bereit, die Dienste der Führungshabenden und Helfer nach Maßgabe seiner Finanzlage und in Abstimmung mit der zuständigen Senatsverwaltung zu honorieren. Wenn es die Lage des Vereins verlangt, wird erwartet, daß Helfer und Führungshabende bereit sind, zur Erfüllung der Aufgaben des Vereins (§ 2,1 der Satzung) Dienste auch unentgeltlich durchzuführen.

E. BESONDERE BESTIMMUNGEN

1. Haftungsausschluß

Die Benutzung sämtlicher Einrichtungen und Instrumente von Sternwarte und Planetarium geschieht auf eigene Gefahr.

2. Meldungen

Alle besonderen Vorkommnisse und Störungen, die den Betrieb wesentlich einschränken oder gefährden, insbesondere Unfälle, sind unverzüglich unmittelbar dem Technischen oder Wissenschaftlichen Leiter oder einem Vorstandsmitglied zu melden und in die dafür vorgesehenen Meldeformulare einzutragen.

3. Besondere Ordnungen für bestimmte Einrichtungen

Die für bestimmte Einrichtungen (Bücherei, Diapositivsammlung, Dunkelkammer, Rechenanlage etc.) sowie für den Führungsbetrieb und die "Astronomische Arbeitsgemeinschaft" erlassenen Ordnungen und schriftlichen Anordnungen sind Bestandteil dieser Haus- und Betriebsordnung und gelten gleichrangig, bis durch Vorstandsbeschluß anders entschieden wird. Das gleiche gilt für die vom Wissenschaftlichen oder Technischen Leiter erlassenen vorläufigen Anordnungen.

4. Verstöße gegen die Haus- und Betriebsordnung

Grobe Verstöße gegen die Haus- und Betriebsordnung sowie gegen die Satzung des Vereins Wilhelm-Foerster-Sternwarte e.V. oder die mißbräuchliche Benutzung der Instrumente und anderer Einrichtungen führen automatisch zum Verlust der erteilten Berechtigungen; Berechtigungskarten und Führerscheine sind sofort einzuziehen.

5. Einziehung von Schlüsseln und Berechtigungen

Zur Einziehung von Schlüsseln, Berechtigungskarten und Führerscheinen sind Mitglieder des Vorstandes sowie der Wissenschaftliche Leiter und der Technische Leiter berechtigt. Bei groben Verstößen gegen die Hausordnung ist auch der diensthabende Führungshabende berechtigt, Schlüssel, Berechtigungskarten und Führerscheine vorläufig einzuziehen und dem Vorstand zur Entscheidung vorzulegen.

6. Aussetzen der Haus- und Betriebsordnung

In begründeten Fällen kann ein Mitglied des Vorstandes oder im Auftrag eine das Hausrecht ausübende Aufsichtsperson gemäß Abs. A zeitweilig einzelne Punkte dieser Haus- und Betriebsordnung außer Kraft setzen. Davon ist der Vorstand unverzüglich zu benachrichtigen, und eine kurze Schilderung der Vorkommnisse ist beizufügen.

7. Nachtruhe

Im Planetariumsgebäude ist zwischen 23.00 Uhr und 7.00 Uhr Nachtruhe.

8. Rauchverbote

In folgenden Räumlichkeiten herrscht absolutes Rauchverbot: Planetariumskuppel, Bibliothek, Spiegelkuppel und CPU-Raum der Rechenanlage. Darüber hinaus dürfen diensthabende Mitarbeiter während öffentlicher Führungen in Gegenwart von Publikum und in Räumen, die dem Publikumsverkehr dienen, nicht rauchen.

9. Schlüsselversicherung

Alle Empfänger von persönlichen Schlüsseln übernehmen die Kosten für eine von der WFS abzuschließende Schlüsselversicherung. Sie sind verpflichtet, die mit der Schlüsselversicherung ausgegebene Nummernmarke immer am Schlüsselbund zu belassen.

Wilhelm-Foerster-Sternwarte e.V. mit Planetarium am Insulaner
Munsterdamm 90, 12169 Berlin, Telefon: 030 790093-0, Fax: 030 790093-12, Email