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In Kooperation mit dem Arbeitskreis VDI Luft- und Raumfahrttechnik:

Deutsche Beiträge zu Raketenentwicklung und bemannter Raumfahrt

Dr. rer. nat. Sigmund Jähn

In den 20er Jahren des vorigen Jahrhunderts legte der in Siebenbürgen (Österreich-Ungarn) geborene Hermann Oberth mit seinem Buch „Die Rakete zu den Planetenräumen“ in Deutschland die theoretischen Grundlagen zum Bau von Flüssigkeitsraketen und zur praktischen Raumfahrt. Wernher von Braun, der sich gern als Schüler Oberths bezeichnete, schuf in den 30er und 40er Jahren mit dem Geld der Militärs das leistungsfähige Triebwerk A-4, das unter der Bezeichnung V-2 im zweiten Weltkrieg als Waffe eingesetzt wurde.

Die Siegermächte übernahmen nach dem Sieg über Hitlerdeutschland diese Grundlagen und entwickelten sie im Interesse des Transportes der entstandenen  Atomwaffen weiter. Deutschland hatte zunächst keinen Zugang zum Weltraum, wurde aber in den 60er Jahren im Rahmen der jeweiligen Koalitionen in Forschungsarbeiten einbezogen. (ESA bzw. Programm INTERKOSMOS)

Die DDR konnte im Rahmen des Programms INTERKOSMOS 1978 einen Forschungskosmonauten in der Raumstation SALUT-6 einsetzten. 1983 flog ein Bürger der Bundesrepublik mit SHUTTLE. Im gegenwärtigen internationalen bemannten Raumfahrtprogramm „Internationale Raumstation (ISS)“ ist Deutschland im Rahmen der Europäischen Weltraumagentur ESA als ein wichtiger Partner beteiligt. Die Zukunft der bemannten Raumfahrt scheint gegenwärtig nicht klar umrissen und trägt wieder stärker nationale Züge.

Der Vortragende flog am 26.8.1978 in der sowjeti­schen Sojus 31 als erster Deutscher zur sowjetischen Raumstation Salut 6 und gibt einen sehr persönlichen Überblick über die deutschen Bei­trä­ge zur Raum­fahrt.

Dauer der Veranstaltung: zwischen 1 und 1,5 h


Altersempfehlung: Populärwissenschaftlicher Fachvortrag, in der Regel ohne künstlichen Sternenhimmel. Empfohlen ab 16 Jahren
Preis: A1 (Regulär 7€, ermäßigt 5€, Familienkarte 18€, WFS-Mitglieder frei) Nur Barzahlung möglich.

Wilhelm-Foerster-Sternwarte e.V. mit Planetarium am Insulaner
Munsterdamm 90, 12169 Berlin, Telefon: 030 790093-0, Fax: 030 790093-12, Email